Bayreuth: Hauswand verunstaltet

Unbekannte Personen haben in dieser Woche das Haus der Burschenschaft Kurmark Brandenburg zu Bayreuth massiv mit Farbbeuteln und Graffiti verunstaltet. Neben einem Anarchistensymbol sprühten die Täter auch den linksextremen Spruch „Alerta!“ an die Fassade.

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Marburg: Politisches Graffito gesprüht

Die rückwärtige Außenfassade des Hauses der Turnerschaft Schaumburgia im CC in Marburg wurde am vergangenen Wochenende mit dem Spruch „!FCK NZS!“ („Fuck Nazis“) besprüht. Die genaue  Tatzeit ist nicht bekannt. Die Polizei wurde eingeschaltet.

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Wien: Burschenschaftshaus großflächig beschmutzt

Die Presse berichtet über einen Farbanschlag auf das Haus der Wiener akademischen Burschenschaft Olympia durch unbekannte Täter.  Das Gebäude wurde in der Nacht auf Montag mit Farbbeuteln beworfen und mit Lackspray besprüht. Bei der Aktion wurden auch zwei Fahrzeuge beschädigt. Auf Facebook bekannte sich die laut eigenen Angaben linksradikale Wiener Gruppe „autonome antifa w“ zu der Tat.

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Jena: Bestohlen und beleidigt

Ein Mitglied der Katholischen Studentenverbindung KDStV Saarland zu Jena berichtet uns, dass ihm am 25. März gegen 22:30 Uhr vor dem städtischen Theater in Jena von zwei unbekannten Tätern zunächst seine Verbindungsmütze gestohlen wurde. Als das Verbindungsmitglied sein Eigentum zurückforderte, entwendeten ihm die Täter auch noch seine Brille. Anschließend flüchteten die Täter und riefen dabei „Ihr scheiß Burschis“.

Der bestohlene Korporierte hatte eine Aufführung des verbindungskritischen Theaterstücks „Made in Germania“ besucht.

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Darmstadt: Graffiti an Hauswand

Unbekannte Personen haben an der Hauswand der Darmstädter Burschenschaft Germania am 24. März zwischen 22 und 24 Uhr ein Graffito hinterlassen. Sie sprühten den Text „Schweine fütternn (sic!) Schweine“ sowie mehrere Symbole.

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Göttingen: Aufruf zu Angriffen

Eine unbekannte Person hat in dem Internetportal Indymedia, welches in der Regel von Linksextremisten verwendet wird, einen Aufruf zu Angriffen am 1. April 2017 veröffentlicht. Neben einem kruden Text, welchem wir unten wiedergeben, wurde auch eine „Umfangreiche Karte mit Angriffszielen“ veröffentlicht. Auf dieser wurden neben Behörden, Gerichten und Banken auch „Studenten-Verbindungen“ markiert.

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Militante Vorbereitung für den 01.04. in Göttingen: Umfangreiche Karte mit Angriffszielen

Am 01.04.2017 wollen Faschos nach über 11 Jahren wieder eine Demonstration durch Göttingen veranstalten. Wohin das die Nazi-Schweine, die Stadt und die Bullen bringen wird, wurde damals im „Goldenen Oktober“ (Szenejargon) schon deutlich gemacht: Über 30 brennende Barrikaden auf der Fascho-Route, ein Hagel aus Gemüse, Flaschen und Steinen auf die Faschos, entschlossene Angriffe auf die Bullen, die ihren Versuch, den Aufmarsch durchzusetzen, nicht umsetzen konnten.

Für uns ist klar, dass der Kampf gegen den Faschismus weitgehende Mittel legitimiert. Wir werden alle nötigen Register ziehen um zu verhindern, dass Faschos in Göttingen sich wieder breit machen. Es ist nicht allzu lange her, dass Faschos im Göttinger Stadtbild Angst und Schrecken verbreiteten, dass sie wöchentlich Linke und Migrant_innen jagten, dass sie auch nicht davor zurückschreckten, Menschen zu töten. Das werden wir nie wieder zulassen – egal, wieviele Scheiben dafür zu Bruch gehen müssen, wieviele Barrikaden entzündet werden müssen, wieviele der die Faschos schützenden Bullen dafür Steine fressen müssen.

Doch unsere Kritik hört nicht bei Faschos auf. Unsere Kritik steht gegen die bestehenden Verhältnisse und zielt ab auf eine befreite Gesellschaft, eine Gesellschaft, die jenseits von Staat, Nation und Kapital funktioniert, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sein können, in der ein selbstbestimmtes Leben keine ferne Utopie mehr, sondern gelebte Realität ist. Dem steht heute noch viel im Weg. Gerne würden wir uns nehmen was uns zusteht, doch die institutionalisierte Brutalität des Alltags, des Staats und seiner Behörden, hindert uns daran.

Am 01.04.2017 werden wir im Chaos auf Göttingens Straßen ein Fenster öffnen und wir werden es nutzen. Wir werden es nutzen um ein umfangreiches Zeichen zu setzen – nicht nur gegen die Faschos, sondern gegen alles, was uns am Leben hindert und an das wir auf Steinwurfnähe herankommen. Wir werden unsere Kritik an Sexismus, Staat, Kapital, Nation und Rassismus konkret machen. Wir werden unseren Ärger und unsere Wut zielgerichtet, handlich und pfeilschnell dort hinbringen, wo sie hingehört: Zu den Gerichten, die unsere Genoss_innen verurteilen, die im Sinne des Kapitals Recht sprechen, die über die Existenz von Geflüchteten aburteilen. Zu Job-Center und Arbeitsamt, die uns Woche für Woche gängeln und mit perfiden Mitteln versuchen, uns zu Lohnsklaven zu machen. Zu den Schreibtischtäter_innen der Abschiebebehörden, die immer wieder Nachts Familien aus dem Schlaf reißen und nicht Mal mit der Wimper zucken, wenn sie sie in Tod und Folter deportieren. Zu den Banken und Großkonzernen, die symbolisch stehen für eine Welt der Ausbeutung, eine Welt in der wir nichts anderes sind als die Ware Arbeitskraft. Zu den Schleimgestalten von Verbindungsstudenten, die in ihren elitären Männerbünden die systematische Alltags-Gewalt des Patriarchats in Reinform leben lassen. Zu den Scheiß Bullen, die auf unsere Genoss_innen einschlagen und sich immer wieder begeistert schützend vor den Staat und die Faschos stellen.

Wir laden euch ein, euch den 01. April freizunehmen, alle eure Wut und Genoss_innen zusammenzupacken und sie mit nach Göttingen zu bringen. Studiert die angehängte Karte, sucht euch eure Ziele und versetzt die Stadt ins Chaos, das nötig ist um unseren antifaschistischen Widerstand zum Erfolg zu führen und gleichzeitig unserer Wut über die Verhältnisse Ausdruck zu verleihen. Ziele gibt es genug, zudem verstreut über die ganze Stadt. Wir haben sie für euch übersichtlich zusammengefasst. Sie von Seiten der Bullen auch nur ansatzweise alle ausreichend zu schützen wird nicht möglich sein.

Kommt am 01.04.2017 nach Göttingen und lasst die Sau raus!

Wenn in Göttingen Faschos laufen dürfen, dann brennt die Stadt!

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Hannover: Fenster zerstört und Hauswand beschmutzt

Unbekannte Personen haben in der Nacht auf den 24. März gegen 1:20 das Haus der Landsmannschaft Niedersachen in Hannover mit Steinen beworfen. Dabei gingen Fensterscheiben zu Bruch. Außerdem bewarf der Täter die Hauswand mit Farbkugeln und traktierte die Eingangstür mit einem Gegenstand. Eine Überwachungskamera filmte den Mann, nachdem nun gefahndet wird. Die Polizei nimmt einen politischen Hintergrund der Tat an, daher ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.

Bericht in der HAZ:

In der Nacht zum Donnerstag ist das Reihenhaus einer Studentenverbindung in der Calenberger Neustadt beschädigt worden. In der Straße Weddigenufer wurden von den Bewohnern gegen 01:20 Uhr verdächtige Geräusche wahrgenommen, sie konnten jedoch keine Verdächtigen vorfinden. Bei der Betrachtung von Videoaufzeichnungen erkannten sie eine vermummte, offenbar männliche Person, die mit einem Schlagwerkzeug gegen die Eingangstür geschlagen hatte. Weiterhin warf die Person mit Farbe gefüllte Glaskugeln gegen die Hauswand beziehungsweise ein Fenster. Die daraufhin alarmierten Polizeibeamten stellten die die Schäden sowie drei rote Farbflecke an der Fassade fest.

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Verdachts der Sachbeschädigung mit politischem Hintergrund übernommen und sucht nun nach einem zirka 1,75 Meter großen Mann, der zur Tatzeit mit einer hellen Jeans und einem blauen Pullover mit Rückenaufdruck (erste drei Buchstaben „NAZ“) bekleidet war.

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