Jena: Farbanschlag auf Burschenschaft

Die Polizei Jena berichtet:

Jena. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es vor der Burschenschaft Germania in Jena erneut zu einer Sachbeschädigung.

Unbekannte haben mittels blauer Farbe am Stromverteilerkasten und am Eingangsbereich der Burschenschaft zwei Graffiti gesprüht, hinter denen ein politisches Motiv angenommen werden muss.

Ein Zeuge, welcher die Polizei informierte, sprach von drei Tätern mit Kapuzenpullovern, welche vor Eintreffen der Polizei unerkannt flüchten konnten.

Eine Absuche im Nahbereich erbrachte keine weiteren Hinweise auf mögliche Täter.

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Tübingen: Graffiti zum „Frauenkampftag“

Unbekannte Personen haben in der Nacht zum 5. März mehrere Verbindungshäuser in der Tübinger Gartenstraße mit politischen Graffiti verunstaltet.

Die mutmaßlichen Täter bekennen sich im Internet in einem kruden Schreiben:

[Tübingen] Feministische Stencilaktion an Burschenschaftshäusern zum Frauenkampftag: Nieder mit dem Patriarchat – am 8. März auf die Straße!

In der Nacht zum Donnerstag, 05. März haben wir in der Gartenstraße in Tübingen drei Verbindungshäuser mit Stencils markiert sowie deren Eingansschilder, mit den Namen der Burschenschaften, übersprüht. Die Parole „Nieder mit dem Patriarchat!“ und die feministische Faust, mit der die drei schlagenden Burschenschaften verschönert wurden, weisen auf die patriarchalen Strukturen hin, die nach wie vor Teil dieser Gesellschaft sind sind und zu deren Erhalt Studentenverbindungen und vor allem Burschenschaften einen maßgeblichen Beitrag leisten.

 

1. „Burschenschaft Germania“, in der Gartenstraße 3
Mitglied im „Arbeitskreis Tübinger Verbindungen“ (AKTV) und im „Süddeutschen Kartell“
Männerbund, pflichtschlagend und farbentragend (rot, gold, schwarz)

2. „Straßburger Burschenschaft Arminia“, in der Gartenstraße 46
Mitglied im „Arbeitskreis Tübinger Verbindungen“ (AKTV) und im „Kartell Roter Burschenschaften“, ehemaliges Mitglied des Dachverbandes „Deutsche Burschenschaft“
Männerbund, pflichtschlagend und farbentragend (schwarz, rot, gold)

3. „Landsmannschaft Ghibellinia“, Gartenstraße 51
Mitglied im „Arbeitskreis Tübinger Verbindungen“ (AKTV) und „Coburger Convent“
Männderbund, pflichtschlagend und farbentragend

Das tun sie bspw. durch die Aufrechterhaltung vermeintlich unabänderlicher Rollenvorstellungen von „männlich“ und „weiblich“, einem zwanghaften Beweisstreben von „Männlichkeit“, dem Schlagen der Mensur, den elitären Seilschaften und auch durch ihre Verbindungen in die AfD oder die Identitäre Bewegung etc. Der strukturelle Ausschluss von Frauen* in vielen Verbindungen und deren Herabwürdigung als bloßes schmückendes Beiwerk uvm., stehen einer befreiten Gesellschaft entgegen. Deshalb müssen wir Studentenverbindungen und allen anderen, die ein System stützen und vorantreiben, das von Sexismus, Antifeminismus anderen Formen der Diskriminierung profitiert, mit Widerstand konfrontieren.

Dieses Datum wurde nicht zufällig gewählt. Am 8. März ist internationaler Frauen*kampftag. An diesem Tag werden Frauen* weltweit auf die Straße gehen und ihrer Wut über die aktuell herrschenden patriarchalen Strukturen und kapitalistischen Verhältnisse Ausdruck verleihen. Sie schließen sich zusammen und organisieren sich, um für eine solidarische und feministische Gesellschaft zu kämpfen.

Für eine Welt ohne Unterdrückung der Frau*!

Nieder mit dem Patriarchat!
Frauen die kämpfen, sind Frauen, die leben!

Übrigens: 1x im Jahr treffen sich die Tübinger Verbindungen, zu einem sog. Bürgerfrühschoppen. Dieser soll in diesem Jahr am Sonntag, 17. Mai statt finden. Ein Grund, um auf die Straße zu gehen!

Quelle: de.indymedia.org/node/70399

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Jena: Offener Brief zur Gewalt gegen Verbindungen

Die Jenaer Burschenschaften haben in einem offenen Brief auf Brandanschläge (wir berichteten) reagiert. Die Thüringische Landeszeitung berichtet:

„Erfüllen Sie Ihre Aufgabe und Pflicht, dafür zu sorgen, dass Studentenverbindungen nicht länger diskriminiert und verfolgt werden und ihren seit Jahrhunderten angestammten Platz in der Stadt Jena und an ihrer Universität gewaltfrei behalten können“, heißt es in dem Brief, der von den sogenannten Altherrenvertretern der Burschenschaft Armina auf dem Burgkeller, der Burschenschaft Germania und der Burschenschaft Teutonia verfasst wurde. Um die Straftaten aufzuklären, wurde bei der Polizei die Ermittlergruppe „Florian“ gebildet.

Brandanschlag nach der Wahl Kemmerichs

Hintergrund ist der Brandanschlag, bei dem am 6. Februar zwei Fahrzeuge der Jenaischen Burschenschaft Germania in Flammen aufgingen und ausbrannten. Die Burschenschaft ging schnell von einem „linksextremen Motiv“ aus, dessen Ausgangspunkt die Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten war. Der jüngste Anschlag reihe sich in in eine Serie von Gewaltangriffen, die in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hätten.

Dabei reiche die Bandbreite der Delikte von Diebstählen von Studentenmützen, Beleidigungen und Drohungen, Vandalismus in Form von Farbbeutelwürfen, eingeworfenen Fensterscheiben und angezündeten Mülltonnen bis hin zu schweren Körperverletzungen, erklären die Unterzeichner Peter Rosa, Timm Luckhardt und Peer Giemsch.

„Mit den jüngst geschehenen gefährlichen Brandanschlägen auf das Verbindungshaus der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller sowie auf zwei Pkw auf dem Grundstück der Jenaischen Burschenschaft Germania, bei dem billigend die Gefährdung von Leib und Leben der in dem Verbindungshaus lebenden Studierenden in Kauf genommen wurde, erreicht die Gewaltspirale eine neue Eskalationsstufe, die erschreckend ist. Die Stadt Jena ist mittlerweile für Verbindungsstudenten zu einem unsicheren Ort geworden“, heißt es in dem offenen Brief unter anderem.

Eine Ursache für das steigende Gewaltpotential ist nach Angaben der Studentenverbindungen, dass die politisch motivierte Verbreitung von Ressentiments immer stärker begünstigt wird. Dies geschehe zum Beispiel durch die von der „Universitätsleitung tolerierte pauschale und rechtswidrige Ausgrenzung von Studentenverbindungen“ bei universitären Veranstaltungen wie dem „Markt der Möglichkeiten“ durch den Studierendenrat.

Der Sprecher der Friedrich-Schiller-Universität, Axel Burchardt, sagte, dass der Studierendenrat eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sei und die Hochschulleitung keinen Einfluss auf das Gremium als Veranstalter nehmen könne. „Das Präsidium der Friedrich-Schiller-Universität verurteilt jede Form von Gewalt gegen Verbindungsstudierende und ihre Häuser“, betonte die Leiterin der Abteilung Hochschulkommunikation, Katja Bär. Die jüngsten Angriffe auf die Burschenschaftshäuser nehme die Hochschulleitung zum Anlass alle aufzufordern, die Rechte, die Freiheit und die Sicherheit Andersdenkender zu bewahren und zu schützen.

Auch die Tatsache, dass die systematische Gewaltausübung gegenüber Studentenverbindungen mit Verständnis bedacht worden sei, fördere das verbindungsstudentenfeindliche Klima in Jena, heißt es in diem offenen Brief der Burschenschaften weiter. Die Burschenschaften erinnern an einen früheren SPD-Stadtrat, der im Mai 2019 nach einer gefährliche Körperverletzung an einem Verbindungsstudenten gesagt habe: „Auch Schärpe tragen, ich mein, man muss jetzt ehrlich sagen, wenn man in einer Stadt, die zum Glück hauptsächlich linksgerichtet ist, mit Insignien von Burschenschaften rumläuft, und es ist nun mal so, dass die Burschenschaften heute zumeist, nicht alle, aber viele eher dem rechten Rand angehören, dann ist klar was man tut. (…) man muss sich auch bewusst sein, wo man sich bewegt.“

Diese Äußerung war allerdings sehr schnell von der CDU kritisiert worden. „Die aus der Mitte unserer Gesellschaft stammenden Studentenverbindungen waren und bleiben ein Teil unserer Stadt“, hieß es unter anderem auf Facebook.

Vertreter von Parteien, Kirchen und Rathaus ohne Meinung?

Jeder, der „linksgerichtet“ in Jena so verstehe, dass Andersdenkenden unbeanstandet Gewalt und Schaden zugefügt werden darf, sollte dringend sein Demokratieverständnis und seine Empathie überprüfen, heißt es in dem Brief weiter. „Erschreckenderweise, oder muss man mittlerweile schon leider sagen, zeittypischerweise, haben wir sie jedenfalls vermisst, die Verurteilungen der geschilderten Gewalttaten an Verbindungsstudenten durch die Vertreter von Parteien, Kirchen, Rathaus, Universität etc., die sonst bei anderen Gewalttaten zu hören sind.“

Um eine zügige Aufklärung der Straftaten zu gewährleisten, wurde bei der Polizei Jena die Ermittlergruppe „Florian“ gebildet. „Da eine politische Tatmotivation nicht ausgeschlossen werden kann, erfolgte die organisatorische Angliederung der Ermittlergruppe ,Florian’ im Kommissariat 4 (Staatsschutz). Im Zuge der Tatortarbeit wurden umfangreich Spuren gesichert und es wurden Zeugen vernommen“, sagte Polizeisprecherin Steffi Kopp. Die Spuren würden derzeit vom Landeskriminalamt ausgewertet, ein Ergebnis liege noch nicht vor.

 

Der offene Brief in voller Länge (Link):

+++Offener Brief der Jenaischen Burschenschaft zu den Brandanschlägen in Jena+++

In der Nacht nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen sind wieder einmal mehrere Studentenverbindungen in Jena Opfer von Gewaltangriffen geworden. Leider haben sich in den letzten Jahren solche Vorfälle kontinuierlich gehäuft. Dabei reicht die Bandbreite der Delikte von Diebstählen von Studentenmützen, Beleidigungen und Drohungen, Vandalismus in Form von Farbbeutelwürfen, eingeworfenen Fensterscheiben und angezündeten Mülltonnen bis hin zu schweren Körperverletzungen. Mit den jüngst geschehenen gefährlichen Brandanschlägen auf das Verbindungshaus der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller sowie auf zwei PKWs auf dem Grundstück der Jenaischen Burschenschaft Germania, bei dem billigend die Gefährdung von Leib und Leben der in dem Verbindungshaus lebenden Studierenden in Kauf genommen wurde, erreicht die Gewaltspirale eine neue Eskalationsstufe, die erschreckend ist. Die Stadt Jena ist mittlerweile für Verbindungsstudenten zu einem unsicheren Ort geworden.

Seit der Gründung der Universität in Jena vor über 450 Jahren durch Friedrich den Großmütigen gab es studentische Verbindungen in Jena, ihre Mitglieder lebten jahrhundertelang im Einklang mit der Bevölkerung. Nicht immer ohne Reibereien, aber letztlich doch in gegenseitigem Respekt voreinander. Schließlich waren und sind die Verbindungsstudenten zumindest zeitweise auch Bürger der Stadt Jena, viele bleiben oder werden es und wirken für das bürgerliche Gemeinwohl, man denke nur an Carl Zeiss, Otto Schott oder den legendären Kinderarzt Dr. Planer-Friedrich.

Wir, die Studentenverbindungen in Jena, sehen eine Ursache für das steigende Gewaltpotential auch darin, dass die politisch motivierte Verbreitung von Ressentiments uns gegenüber immer stärker begünstigt wird. Dies geschieht zum Beispiel durch die von der Universitätsleitung tolerierte pauschale und rechtswidrige Ausgrenzung von Studentenverbindungen bei universitären Veranstaltungen wie dem „Markt der Möglichkeiten“ durch den Studierendenrat. Auch die Tatsache, dass die systematische Gewaltausübung gegenüber Studentenverbindungen in der Vergangenheit größtenteils ignoriert oder gar mit Verständnis bedacht wurde, fördert das verbindungsstudentenfeindliche Klima in unserer Stadt. So sagte z.B. Herr Dr. Marcus Komann, seinerzeit SPD-Stadtratsmitglied, in der Stadtratssitzung am 9. Mai 2019 in Hinblick auf die gefährliche Körperverletzung Ende April an einem Verbindungsstudenten in der Jenaer Innenstadt:

„Auch Schärpe tragen, ich mein man muss jetzt ehrlich sagen, wenn man in einer Stadt, die zum Glück hauptsächlich linksgerichtet ist, mit Insignien von Burschenschaften rumläuft, und es ist nun mal so, dass die Burschenschaften heute zumeist, nicht alle, aber viele eher dem rechten Rand angehören, dann ist klar was man tut. (…) man muss sich auch bewusst sein, wo man sich bewegt.“

Jeder, der „linksgerichtet“ in Jena so versteht, dass Andersdenkenden unbeanstandet Gewalt und Schaden zugefügt werden darf, sollte dringend sein Demokratieverständnis und seine Empathie überprüfen. Verharmlosungen oder Rechtfertigungen von Gewalttaten verurteilen wir scharf und fordern dazu auf, sich von solchen oder ähnlichen Äußerungen ausdrücklich zu distanzieren! Noch brennen „nur“ Mülltonnen und Autos. Sollen als nächstes Wohnhäuser, in denen sich Menschen aufhalten, brennen, weil die Zivilcourage für eindeutige Reaktionen gegen diese Verbrechen fehlt?

Erschreckenderweise, oder muss man mittlerweile schon leider sagen, zeittypischerweise, haben wir sie jedenfalls vermisst, die Verurteilungen der geschilderten Gewalttaten an Verbindungsstudenten durch die Vertreter von Parteien, Kirchen, Rathaus, Universität etc., die sonst bei anderen Gewalttaten zu hören sind.

Angesichts der neuen Bedrohungslage ist es an der Zeit, dass die universitären und städtischen Entscheidungsträger eindeutig Stellung nehmen gegen diese wachsende Gewalt in unserer Stadt, um die friedlichen Teile der Jenaer Bevölkerung zu schützen. Erfüllen Sie Ihre Aufgabe und Pflicht, dafür zu sorgen, dass Studentenverbindungen nicht länger diskriminiert und verfolgt werden und ihren seit Jahrhunderten angestammten Platz in der Stadt Jena und an ihrer Universität gewaltfrei behalten können. Wir stehen für Diskussionen immer zur Verfügung, sie sind lebenswichtig für unsere demokratische Grundordnung, für die Verbindungsstudenten seit über 200 Jahren einstehen. Wir fordern: Keinerlei Unterstützung der Repressionen von Polit-Extremisten gegen Verbindungsstudenten!

An dieser Stelle aber vor allem unser großer Dank an unsere aufmerksamen Nachbarn und an die Jenaer Feuerwehr für ihren schnellen Einsatz und Ihre Hilfe bei der Brandbekämpfung!

Die Altherrenvertreter der Jenaischen Burschenschaft

Peter Rosa
Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller

Timm Luckhardt
Jenaische Burschenschaft Germania

Peer Giemsch
Burschenschaft Teutonia Jena

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Jena: Brandanschlag auf weitere Verbindung

Wie wir soeben erfahren, gab es in der Nacht auf den vergangenen Donnerstag neben dem bereits dokumentierten Vorfall mindestens einen weiteren politisch motivierten Brandanschlag, mutmaßlich aus Anlass der politischen Ereignisse im Thüringer Landtag. Die Täter haben Mülltonnen neben dem Haus des Jenenser Wingolf angezündet, die Feuerwehr musste den Brand löschen.

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Jena: Brandanschlag

Die Burschenschaft Germania Jena berichtet:

+++Pressemitteilung+++

Am frühen Morgen des 06. Februars 2020 um ca. 3:45 Uhr gingen zwei private Fahrzeuge auf dem Grundstück unserer Burschenschaft in Flammen auf und brannten weitgehend aus. Bei dem einen Fahrzeug handelt es sich um das Eigentum eines unserer Bundesbrüder, das zweite ist ein Mietwagen. Mehrere Personen, darunter ein Bundesbruder, der von den lauten Knallen der bei der Hitze platzenden Reifen aufmerksam wurde, riefen Feuerwehr und Polizei herbei, die innerhalb von fünf bis zehn Minuten bei uns eintrafen und den Brand löschten.

Durch die Hitze schmolz das Dämmmaterial der Fassade unseres Hauses, neben dem die beiden Autos geparkt waren. Die Feuerwehr musste die Putzschicht aufschneiden, vermutlich um sicher zu gehen, dass das darunter liegende, leicht entflammbare Material nicht schwelte und um einen Brand des Hauses auszuschließen. Des Weiteren ging aufgrund der hohen Temperaturen die Küchenfensterscheibe zu Bruch und der Lack an Fensterrahmen und Garagentür schmolz.

Dass zwei Autos nebeneinander gleichzeitig in kürzester Zeit lichterloh brennen, kann nur heißen, dass wir hier einem Brandanschlag zum Opfer gefallen sind. Wir als Jenaische Burschenschaft Germania verurteilen diesen feigen und höchstkriminellen Angriff auf das Eigentum und die Sicherheit unserer Mitglieder und das Eigentum unseres Vereins aufs Schärfste. Nur dem beherzten Einsatz einiger Bundesbrüder, die aus dem Schlaf gerissen worden waren und sich mit Feuerlöschern gegen die Flammen und Explosionen zur Wehr setzten, sowie dem schnellen und professionellen Eingreifen der Einsatzkräfte, ist es zu verdanken, dass eine Ausbreitung des Feuers auf das Wohnhaus und die Garage verhindert wurde. Wäre dies der Fall gewesen, wären Leib und Leben von sechs Bundesbrüdern, die sich zu dem Zeitpunkt im Haus aufhielten, gefährdet gewesen. Die Täter haben einen solchen Personenschaden anscheinend billigend in Kauf genommen.

Der Brandanschlag erfolgte nach spontanen Protesten in Jena und ganz Thüringen gegen die Wahl Thomas Kemmerichs (FDP) zum Ministerpräsidenten von Thüringen. Auch wenn die Jenaische Burschenschaft Germania selbstredend nichts mit den politischen Vorgängen zu tun hat, liegt es nahe, dass der Brandanschlag mit diesem Ereignis in Verbindung steht und ihm ein linksextremes Motiv zugrunde liegt. Die Wut und der Hass der Linksextremen richten sich gegen alles, was auch nur annähernd den Anschein hat, bürgerlich, konservativ oder gar patriotisch zu sein. Wir waren für die Chaoten vermutlich nur eben zufällig am besten greifbar, um der Niederträchtigkeit freien Lauf zu lassen.

Der heutige Brandanschlag ist vorerst der Gipfel einer ganzen Reihe von Übergriffen und Angriffen auf die verbindungsstudentische Szene in Jena insgesamt. Die Straftaten gegen unsere Verbindung reichen von Farbbeutelanschlägen über Prügelattacken und Steine-durchs-Fenster-schmeißen bis hin zum jüngst geschehenen Anzünden unserer Mülltonnen, wobei damals auch schon die Gefahr bestand, dass die Flammen auf das Wohnhaus übergreifen. Der heutige Brandanschlag hat jedoch eine neue Qualität. Man kann mittlerweile getrost von pogromartigen Zuständen sprechen, denen wir uns als Burschenschafter ausgesetzt sehen.

Die Politik muss endlich handeln und unser Vereinsleben gegen die Feinde der Demokratie und der Freiheit verteidigen! Es darf keine Verharmlosung oder gar Hofierung mehr von Linksextremen in Jena, Thüringen und Deutschland geben! Mit der Hetze gegen Burschenschafter muss Schluss sein! Unsere Bundesbrüder vor ca. 200 Jahren waren die Mitbegründer und Wegbereiter der Freiheits-, National- und Demokratiebewegung in Deutschland! Wir sind integraler Bestandteil der Geschichte und Identität Thüringens und Deutschlands sowie der Stadt Jena und ihrer Universität! Wir haben niemandem Unrecht getan und wir lassen uns nicht vertreiben!

Wir danken den Einsatzkräften und den aufmerksamen Passanten für ihre Hilfe!

Die Aktivitas der Jenaischen Burschenschaft Germania

Ergänzung (7.2.): Es berichten mehrere Zeitungen:

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Greifswald: Tür schwer beschädigt

Die Polizei Neubrandenburg berichtet in der Schweriner Volkszeitung:

Zu einem zweiten Einsatz kam es, als Polizeibeamte am 01.02.20 gegen 05:00 Uhr zu einem Vereinshaus einer Burschenschaft am Karl-Marx-Platz gerufen wurden. Bisher unbekannte Tatverdächtige hatten die Eingangstür mit einem Gullideckel beworfen. Dabei sprang das Sicherheitsglas aus der der Tür und es entstand ein Schaden von etwa 500 EUR. Der Tatzeitraum konnte auf die Zeit zwischen 01:30 Uhr und 05:00 Uhr eingegrenzt werden. Der Gullideckel konnte einem nahegelegenen Abfluss in der Bahnhofstraße zugeordnet werden und wurde durch die Beamten wieder eingesetzt.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen aufgenommen. […] wegen Sachbeschädigung.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395 / 55822224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle

Die betroffene Burschenschaft ist die Burschenschaft Markomannia Aachen Greifswald.

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Gießen: Farbsprayattacke

Unbekannte Täter haben in der Nacht auf den 28. Januar mit Sprühfarben das Haus des Corps Normannia Halle zu Gießen verunstaltet. Sie brachten Schmierereien und Parolen auf der Grundstücksmauer, einer Marmortafel und einem Schaukasten an. Darunter die Schriftzüge „FUCK RACISM“ sowie das Kürzel „161“ (für AFA – Antifaschistische Aktion).

Ergänzung (30.1.):

Im Polizeibericht wird der Vorfall erwähnt.

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