Göttingen: Farbbeutel gegen Fassade geworfen

In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2018 wurde das Haus der Burschenschaft Hannovera zu Göttingen mit Farbbeuteln beworfen. Die Polizei ermittelt.

Farbanschlag auf das Haus der Burschenschaft Hannovera

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Mainz: Graffiti an Mauer gesprüht

Unbekannte Personen haben in der Nacht auf den 12. Januar ein Graffiti eine Mauer des Hauses der katholishen Studentenverbindung VKDSt Hasso-Rhenania Mainz gesprüht. Sie brachten eine großflächige Schmähung an: „[Unleserlich] Nazis raus“. Außerdem beschmierten sie das Türschild der Verbindung.

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Dresden: Weibliche Korporierte attackiert

Die Sächsische Zeitung berichtet:

Im Visier der Vermummten

Eine Gruppe Autonomer greift eine Frauen-Studentenverbindung unter dem Vorwand des Feminismus an. Was soll das?

Kann jemand Anspruch auf einen Stadtteil erheben, anderen den Zugang verwehren? Als fünf Frauen von der Dresdner Studentenverbindung Regina-Maria Josepha eine Kneipentour durch die Neustadt machen wollten, haben Autonome sie verjagt.

Dresden. Wie ein Fahndungsplakat sieht es aus. Elf Köpfe, elf Steckbriefe. „Druck machen“, fordern violette Großbuchstaben. Hundertfach hängt das Plakat auf dem Campus der TU. „Gegen Dresdner Identitäre und ihre Ideologie der Ausgrenzung“. Jedes Gesicht bekommt Details: Namen, Studiengänge, Geburtsdaten.

Hier fahndet nicht die Polizei. Auf Twitter veröffentlicht die Antifa Dresden Fotos von der Aktion, spricht von einem „Streich gegen Neonazis“. Auf SZ-Anfrage gibt sie an, nicht Initiator, wohl aber Befürworter zu sein: „Ein Outing dient dazu, das Agieren und Agitieren im öffentlichen sowie privaten Raum zu erschweren – oder mehr. Im Idealfall stellen die Menschenfeinde ihre Arbeit ein und alle möglichen Betroffenen ihres tödlichen Weltbildes müssen keine Angst mehr haben“, heißt es. Manche Kommentatoren ziehen lobend ihren „imaginären Hut“ vor der Aktion, andere verurteilen den „modernen Pranger“.

Und die Abgebildeten? Burschenschaftler sind dabei, Mitglieder von Kameradschaften, der rechtsextremen NPD und der Identitären Bewegung. Das erste Foto auf dem Plakat zeigt Freya H., 21. Blonde Mähne, große Augen, kleiner Mund. Mitglied in einer Verbindung für Studentinnen. Ihren gesichtslosen Gegnern war Freya schon Wochen zuvor begegnet. Persönlich.

Blinder Hass auf „braune Schlampen“

Es war an einem Dienstagabend Ende November. Freya und vier weitere Studentinnen stehen um 20 Uhr im Lichtkegel eines kleinen Häuschens am Albertplatz. Die Frauen gehören der 2009 gegründeten Studentenverbindung Regina-Maria Josepha zu Dresden an. Ähnlich wie männliche Verbindungen ein Cocktail aus Traditionen, Benimmregeln und Fleiß. Mit einem Hauch Staubkruste und einer dreifarbigen Schärpe. Gold für Wissenschaft, grün für Freundschaft, violett für Mut – so die Eigenbetrachtung. Anders als die oft ungeniert rechtsradikalen Burschenschaften betont der Damenbund, unpolitisch zu sein.

[…] Dann die Überquerung der Bautzener Straße. Plötzliche Nässe aus dem Nichts. Wie der kalte Blitz nach einem Saunagang. Ein Regenschauer? Ein Junggesellenabschied? Weder noch. Rund 25 Vermummte bauen sich vor sechs Frauen auf. Mit Wassereimern und einem großen Banner: „Gegen Deutschland, für Feminismus“. Wie fleischgewordene Schatten drängen sie die Frauen vom Kneipenviertel ab. Dass eine Journalistin dabei ist, interessiert sie nicht. „Selbst schuld, wenn man sich mit braunen Schlampen abgibt“, brüllt einer. „Ihr habt nichts in der Neustadt zu suchen“, ein anderer.

Wer sein Handy herausholt, bekommt den nächsten Eimer Wasser in den Kragen. Passanten rahmen das Spektakel. Junge Kneipengänger, ältere Arbeits-Heimkehrer. Keiner greift ein. Nachdem die Frauen die Straße überquert haben, lassen die Autonomen von ihnen ab. Einige bleiben auf dem Platz stehen. Eine der Frauen ruft die Polizei. In die Neustadt könnten sie wohl einfach nicht gehen, sagt die Gruppe resigniert. […]

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Eisenach: Vandalismus an Verbandsbüro

Unbekannte Personen haben in der Neujahrsnacht das Büro des Korporationsverbandes Deutsche Burschenschaft in Eisenach attackiert. Sie beschmierten die Fensterscheibe des Büros, schlugen es an mehreren Stellen ein und brachten Graffiti (Text „FCK NZS“, was für „Fuck Nazis“ steht) an. Das direkt nebenan liegende Büro der Partei AfD wurde ebenfalls Ziel der Täter. Dort brachten sie auch noch den kruden Spruch „AfD nach Dachau“ an.

Ergänzung (5. Januar 2018): Die Thüringer Allgemeine berichtet.

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Dresden: Schmierereien und zerstörter Briefkasten

Unbekannte Personen haben sich offenbar an Heiligabend am Haus der Burschenschaft Salamandria Dresden vergangen. Wie die mutmaßlichen Täter im Internetportal Indymedia bekennen, haben sie den Briefkasten mit Bauschaum gefällt sowie ein Graffito angebracht. Das Graffti zeigt den Schriftzug „Rassisten aus der Deckung holen“. Wir dokumentieren das krude Bekennerschreiben (Anonymisierung einer betroffenen Person durch IfTuZ):

In der Nacht zum 24.12.2017 haben wir bei der Burschenschaft Salamandria (Bernhardstraße 98), dem Rechten Verlag Blaue Narzisse (Franklinstraße 19) und Jan [B.] (Hopfgartenstraße 8), Mitglied der Identitären Bewegung Dresden, ein paar Weihnachtsgeschenke in Form von Bauschaum im Briefkasten hinterlassen. Außerdem wurde mit Farbsprayschablonen die Aufschrift „Rassisten aus der Deckung holen“ angebracht. Sie alle haben erheblichen Anteil an der rassistischen Atmosphäre in Dresden. Weihnachts- und Neujahrsgrüße werden die Nazis dieses Jahr nicht mehr empfangen.

Solidarische Grüße gehen an die Aktivist*innen, die sich dem Haus der Kontrakultur und Einprozent in Halle entgegenstellen!

Für ein antifaschistisches Jahr 2018!

Gemeinsam gegen rechte Hetze – Identitäre bekämpfen!

de.indymedia.org/node/16359

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Jena: 79jährigem Verbindungsmütze geklaut

Unbekannte Personen stahlen am Abend des 9. Dezember gegen 20 Uhr einem 79jährigen Alten Herren die Mütze seiner Studentenverbindung vom Kopf. Sie schlichen sich nach Aussage des Opfers im Dunklen heran und rannten anschließend mit der Beute weg. Die Tat ereignete sich auf dem Weg vom Restaurant Schwarzer Bär zum Haus der Landsmannschaft Rhenania Jena.

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Saarbrücken: Graffito und zerstörtes Fenster

Unbekannte Personen haben in der Nacht zum 4. Dezember einen Anschlag auf das Haus der Saarbrücker Burschenschaft Germania verübt. Sie zerstörten eine Fensterscheibe und besprühten die Hauswand mit einem Graffito („Scheißverein“). Die Täter verwendeten dabei auch ein stilisiertes S, welches an die SS erinnert.

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