Darmstadt: Schäden durch Graffiti

In der vergangenen Nacht zwischen 01:00 Uhr und 07:30 Uhr haben unbekannte Täter die Fassade der Darmstädter Burschenschaft Germania mit den Sprüchen „Verpisst Euch!“ und „NZS BXN“ (kurz für „Nazis boxen“) und einem Anarchistensymbol (A im Kreis) besprüht. Außerdem wurden die Fenster beschmiert.
Auch das Nachbarhaus ist betroffen und wurde mit den Sprüchen „Burschis angreifen“ und „Alerta“ sowie weiteren Symbolen besprüht. Auch hier wurden die Fenster, die einem Unternehmen gehören, beschmiert.

Ergänzung (26. August 2017): Auf dem Internetportal Indymedia, dessen Unterseite „Linksunten“ mittlerweile verboten wurde, fand sich ein krudes Bekennerschreiben der mutmaßlichen Täter:

Farbangriff auf das Haus der Burschenschaft Germania

Creato da: Attacke. Created on: 24.08.2017 – 01:06. Data: Martedì, 22. Agosto 2017. Commenti: 5

Wir, die Aktionsgruppe Attacke, haben in der Nacht  vom Dienstag auf Mittwoch das Haus der Burschenschaft Germania in Darmstadt mit Farbe angegriffen. Nachdem sich in letzter Zeit Rechte und offene Neonazis in der Stadt immer sicherer fühlten und immer offener auftraten, dachten wir es wäre an der Zeit ihnen unmissverständlich klar zu machen, dass sie in Darmstadt und auch sonst wo nichts zu suchen haben!

Die Burschenschaften und vor allem der Verband „deutsche Burschenschaft“ ziehen in der Geschichte der BRD eine kontinuierliche Linie von der Gründung der Nation über den Nationalsozialismus bis heute. Dabei berufen sie sich auf deutsche Tradition und Werte. Und was sind deutsche Werte wenn sie nicht beschissen sind. Sie sind durchdrungen von antifeministischem, völkischem, elitärem und nationalistischem Gedankengut. Auch wenn die Burschenschaft Germania aus dem Verband“deutsche Burschenschaft“ ausgestiegen ist, fehlt immer noch eine klare Distanzierung.
Burschenschaften stellen eine feste Basis, einen Rückzugsort und Keimzellen für verschiedenste Neonazi-Strukturen dar, wie die vielen Verstrickungen mit AfD und vor allem der „Identitären Bewegung“ zeigen.
Deshalb haben wir einen Anfang gemacht und rufen euch dazu auf:
– nehmt den Nazis ihren Nährboden!
– greift sie dort an, wo sie sich sicher fühlen!
– zerschlagt Männerbünde!
Ergänzung (27. August 2017): Die Verbindung weist uns darauf hin, dass bereits am 1. August diesen Jahres unbekannte Täter einen Strich an die Hauswand gesprüht haben.
Strich Fassade_1_08_2017
Ergänzung (30. August): Die Seite Echo-Online berichtet: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/gruppe-attacke-bekennt-sich_18140973.htm
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Heidelberg: Hausfassade beschmiert

Bericht der Polizei Heidelberg:

Heidelberg (ots) – In der Zeit zwischen Sonntagabend, 21 Uhr und Montagvormittag, 10 Uhr beschmierte ein bislang unbekannter Täter in der Karlstraße die Fassade eines Gebäudes, in dem sich die Räume einer Studentenverbindung befinden. Durch das Aufsprühen der roten Farbe entstand ein Sachschaden von mehreren Hundert Euro.

Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Heidelberg-Mitte unter Telefon 062221/991700 in Verbindung zu setzen.

Aufgrund der angegebenen Straße nehmen wir an, dass das Haus der Burschenschaft Allemannia Heidelberg betroffen ist.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/3703838

Ergänzung (10. August): Mittlerweile wurde uns von der Burschenschaft Allemannia bestätigt, dass ihr Haus betroffen war. Wie in den Fotos zu erkennen ist, sprühten die Täter die Texte „Communism Langlive“, „Fck Nazis“ und „Verbindung abschaffen“ an die Außenwand.

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Aachen: Blockadeaufruf gegen Podiumsdiskussion

Unbekannte Personen unter dem Pseudonym „“ haben in dem Internetportal Indymedia einen Aufruf zur Blockade einer Podiumsdiskussion veröffentlicht. Die Studentenverbindung VDSt Aachen-Breslau hat diese Veranstaltung organisiert, welche in einem Hörsaal der Universität stattfinden wird.

Wir dokumentieren den kruden Aufruf, der einige Unwahrheiten enthält. So wird behauptet, dass der teilnehmende AfD-Politiker Matthias Helferich „zusammen mit Nazis“ an einer anderen Veranstaltung teilnahm. In der angegeben Quelle – ebenfalls ein anonymer Beitrag bei Indymedia – findet sich jedoch kein Hinweis darauf, dass Helferich mit den „Nazis“ in Verbindung steht. Allem Anschein nach war er als Einzelperson vor Ort.

[AC] Verbindung organisiert Podiumsdiskussion und alle machen mit

In Aachen hat die VDST Aachen-Breslau II [1] die halbe Stadt mit Flugis tapeziert die auf ihre Podiumsdiskussion hinweisen sollen [2]. Dabei stellt die Hochschule der Verbindung Räumlichkeiten in Form ihres nigel-nagel-neuen Vorzeigehörsaals (C.A.R.L. H02) zur Verfügung. Unterstützt wird die Aktion von der FDP-nahen LHG (Liberale Hochschulgruppe) Aachen.

Dabei soll zur Bundestagswahl über Europa diskutiert werden, und ob es am „Scheideweg“ stünde. Eine perfekte Bühne für neoliberale und rechtspopulistische Propaganda. Diskutieren werden laut Flugblatt:

Rudolf Henke (CDU, MdB)
Ulla Schmidt (SPD, MdB)
Katrin Feldmann (B90/Die Grünen)
Cliff Gatzweiler (FDP)
Matthias Helferich (AfD)
Andrej Hunko (Die Linke, MdB)

Matthias Helferich ist dabei kein Unbekannter. Bereits am 2. Februar diesen Jahres versuchte der damalige JA-Vertreter, der wegen antisemitischer und rassistischer Äußerungen und Standpunkte aus der JU geflogen war, in Dortmund zusammen mit Nazis aus dem Umfeld der Partei „Die Rechte“ an einer Podiumsdiskussion des Schwulenreferats teilzunehmen, was von dortigen Antifaschist_innen, trotz gewaltsamer Übergriffe durch die Nazis, verhindert werden konnte [3].

Dass eine Verbindung deartige Neonazis einlädt verwundert erstmal nicht, auch dass die Aachener Hochschule wiedermal Räumlichkeiten für Podiumsdiskussionen mit der AfD bereitstellt, passt in das konservative Weltbild der Hochschule.

Interessant wäre aber zu erfahren, wieso Andrej Hunko an von Verbindungen organisierten Podiumsdiskussionen mit dem rechtesten Flügel der AfD teilnimmt.

Kommt am Mittwoch, den 12. Juli 2017 um 17:30 Uhr zum Hörsaal C.A.R.L. H02 (Haltestelle Audimax) und verhindert diese Veranstaltung!

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Braunschweig: Hauswand mit Graffito verunstaltet

Unbekannte Täter haben in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 2017 die Hauswand der Burschenschaft Thuringia Braunschweig mit einem Graffito verunziert. Sie sprühten den Schriftzug „Anachronisten“ an die Außenwand. Da dieser Anschlag nur zwei Tage vor Vortragsveranstaltung stattfand, die von verschiedenen linksextremen Gruppen kritisiert wird, geht die Burschenschaft Thuringia von einer politisch motivierten Straftat aus.

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Halle: Farbanschlag auf Burschenschaftshaus

Unbekannte Personen haben in der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr das Haus der Halle-Leobener Burschenschaft Germania mit Farbbeuteln beworfen. Ein Bewohner beobachtete die beiden vermummten Täter. Er und andere Mitglieder der Burschenschaft konnten jedoch nur noch feststellen, dass die Täter auf Fahrädern flohen.

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Berlin: Fassade mit Farbe beworfen

Unbekannte Personen haben am Abend des 16. Juni gegen 22 Uhr die Fassade des Hauses der Burschenschaft Gothia Berlin mit Flaschen voller Farbe beworfen. Außerdem beschädigten die Täter im Hof geparkte Fahrzeuge. Nach Informationen der betroffenen Burschenschaft trafen allerdings die meisten Wurfgeschosse das Nachbargebäude.

Die Tat fand während einer Trauerveranstaltung im Haus statt. Es konnte Beweismaterial sichergestellt werden, welches zur Identifizierung der Täter dienen könnte. Dieses wurde dem LKA übergeben.

Ergänzung (23. Juni): Mittlerweile finden sich in dem Internetportal Indymedia ein Bekennerschreiben und Fotos des Schadens:

[B] Burschenschaft Gothia angegriffen – Rückzugsorte der Identitären Bewegung zerschlagen!

Während die Polizeiwache ihr Päuschen abhielt haben wir zwei Hausnummern weiter den Moment der relativen Ruhe genutzt, um in der Nacht zu Samstag die Fassade der Burschenschaft Gothia in der Königsstraße 3, 14163 Berlin mit Farbflaschen und Feuerlöschern zu verschönern. […]

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Osnabrück: Neue Fassade mit Farbbeuteln beworfen

Unbekannte Personen haben in der vergangenen Nacht die Fassade des Verbindungshauses der Burschenschaft Arkadia-Mittweida in Osnabrück mit Farbbeuteln beworfen. Die Studentenverbindung hatte eine Erneuerung der Fassade erst vor zwei Wochen abgeschlossen.

Die Lokalzeitung NOZ berichtet über den Vorfall.

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