Aachen: Blockadeaufruf gegen Podiumsdiskussion

Unbekannte Personen unter dem Pseudonym „“ haben in dem Internetportal Indymedia einen Aufruf zur Blockade einer Podiumsdiskussion veröffentlicht. Die Studentenverbindung VDSt Aachen-Breslau hat diese Veranstaltung organisiert, welche in einem Hörsaal der Universität stattfinden wird.

Wir dokumentieren den kruden Aufruf, der einige Unwahrheiten enthält. So wird behauptet, dass der teilnehmende AfD-Politiker Matthias Helferich „zusammen mit Nazis“ an einer anderen Veranstaltung teilnahm. In der angegeben Quelle – ebenfalls ein anonymer Beitrag bei Indymedia – findet sich jedoch kein Hinweis darauf, dass Helferich mit den „Nazis“ in Verbindung steht. Allem Anschein nach war er als Einzelperson vor Ort.

[AC] Verbindung organisiert Podiumsdiskussion und alle machen mit

In Aachen hat die VDST Aachen-Breslau II [1] die halbe Stadt mit Flugis tapeziert die auf ihre Podiumsdiskussion hinweisen sollen [2]. Dabei stellt die Hochschule der Verbindung Räumlichkeiten in Form ihres nigel-nagel-neuen Vorzeigehörsaals (C.A.R.L. H02) zur Verfügung. Unterstützt wird die Aktion von der FDP-nahen LHG (Liberale Hochschulgruppe) Aachen.

Dabei soll zur Bundestagswahl über Europa diskutiert werden, und ob es am „Scheideweg“ stünde. Eine perfekte Bühne für neoliberale und rechtspopulistische Propaganda. Diskutieren werden laut Flugblatt:

Rudolf Henke (CDU, MdB)
Ulla Schmidt (SPD, MdB)
Katrin Feldmann (B90/Die Grünen)
Cliff Gatzweiler (FDP)
Matthias Helferich (AfD)
Andrej Hunko (Die Linke, MdB)

Matthias Helferich ist dabei kein Unbekannter. Bereits am 2. Februar diesen Jahres versuchte der damalige JA-Vertreter, der wegen antisemitischer und rassistischer Äußerungen und Standpunkte aus der JU geflogen war, in Dortmund zusammen mit Nazis aus dem Umfeld der Partei „Die Rechte“ an einer Podiumsdiskussion des Schwulenreferats teilzunehmen, was von dortigen Antifaschist_innen, trotz gewaltsamer Übergriffe durch die Nazis, verhindert werden konnte [3].

Dass eine Verbindung deartige Neonazis einlädt verwundert erstmal nicht, auch dass die Aachener Hochschule wiedermal Räumlichkeiten für Podiumsdiskussionen mit der AfD bereitstellt, passt in das konservative Weltbild der Hochschule.

Interessant wäre aber zu erfahren, wieso Andrej Hunko an von Verbindungen organisierten Podiumsdiskussionen mit dem rechtesten Flügel der AfD teilnimmt.

Kommt am Mittwoch, den 12. Juli 2017 um 17:30 Uhr zum Hörsaal C.A.R.L. H02 (Haltestelle Audimax) und verhindert diese Veranstaltung!

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