Erneut Vandalismus in Göttingen

In Göttingen wurde innerhalb kurzer Zeit die Landsmannschaft Verdensia Ziel von Vandalismus durch unbekannte Personen. Sie warfen Steine auf das Verbindungshaus und brachten Graffiti an.

Die Tat steht mutmaßlich im Zusammenhang mit zwei Zusammenstößen von Korporierten und Mitgliedern einer linken „Wohnrauminitiative“. Zuerst wurde der Sprecher der Wohnrauminitiative von Mitgliedern der Landsmannschaft Verdensia zur Rede gestellt, als ersterer Fotos von Vandalismus am Haus der Verbindung machen wollte. Dabei ging er offenbar zu Boden und wurde leicht verletzt (Ergänzung – 25. Juli 2015: Die Verletzungen sind schwerer – der Student muss in Kürze operiert werden). Der Tathergang ist derzeit unklar. Kurz darauf haben offenbar zwei ehemalige Mitglieder der Burschenschaft Germania mit Druckluftpistolen auf das Haus der Wohnrauminitiative geschossen, es wurde niemand verletzt. Die Burschenschaft verurteilte das Vergehen und distanzierte sich von gewalttätigem Verhalten.

Es bleibt abzuwarten, wie die Medienberichterstattung zu dieser neuesten Entwicklung aussehen wird. Von Korporierten werden der Lokalpresse – vor allem dem Göttinger Tageblatt – einseitige Darstellungen vorgeworfen. So berichtete sie über die mutmaßlichen Taten der Korporierten ausführlich, während bei einem konzertierten Angriff auf Korporierte mit Baseballschlägern und schweren Verletzungen vor einiger Zeit nur eine Pressemitteilung der Polizei wiedergegeben wurde. Andere Medien berichteten deutschlandweit. Göttingen gilt als Hochburg von politisch motivierter Gewalt gegen Studentenverbindungen.

Ergänzung (23. Juli 2015): Das Göttinger Tageblatt berichtet knapp.

Ergänzung (25. Juli 2015): Das Göttinger Tageblatt weist auf einen Fehler in unserer Berichterstattung hin und erwähnt unsere Dokumentation.

Ergänzung (10. August 2015): Das Göttinger Tageblatt berichtet in einem anderen Zusammenhang darüber, dass Göttingen ein Zentrum politisch motivierter Kriminalität sei.

Dieser Beitrag wurde unter (Versuchte) Sachbeschädigung, Coburger Convent, Göttingen, Schwarzburgbund, Tendenziöser Journalismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

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